Karl-Josef Laumann hatte gesprochen, den Antrag des Vorstands befürwortet, großen Beifall erhalten und damit seine Interpretation zur vorherrschenden gemacht.
Die Tagungspräsidentin kam nun auf die „kluge“ Idee, die Debatte sofort nach diesem Beitrag, ich glaube es war der erste nach dem Generalsekretär, durch ihren Antrag auf Schluss der Debatte zu beenden, obwohl oder gerade weil noch 24 Redner auf der Rednerliste standen. Der Beifall signalisierte Zustimmung des Parteitags und man würde sich so eine noch ausstehende Kontroverse ersparen, so möglicherweise der politische Gedankengang.
Die Parteitagspräsidentin stellte bereits den Geschäftsordnungsantrag auf „Schluss der Debatte“ zur Abstimmung, da erkannte sie durch Blickkontakt mit der Kanzlerin, dass diese die Fortsetzung der Debatte wollte, teilte dies dem Parteitag mit und verzichtete sofort auf ihren Antrag.
Immerhin standen Frau von der Leyen, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, aber auch wichtige Vertreter des konservativen Flügels noch auf der Rednerliste.
