Der Ministerpräsident von Niedersachsen David McAllister hat angesichts der Rolle Camerons bei den Verhandlungen in Brüssel die Bedeutung Großbritanniens für die EU betont. Angeblich stünde Deutschland bei Großbritannien in der Schuld für Hilfen in der Vergangenheit und müsse deshalb diesem Land in der jetzigen Situation Brücken bauen. Leider sagte McAllister nicht, welche Hilfen er meinte.
Das Hamburger Abendblatt betonte in seinem umfangreichen Artikel, dass McAllister
auch die britische Staatsbürgerschaft habe, was sicherlich nicht viele Bürger wussten. Ist es eigentlich politisch richtig und rechtlich zulässig, dass so hohe politische Amtsträger wie es Ministerpräsidenten sind eine doppelte Staatsbürgerschaft haben dürfen?
In jedem Fall scheint es politisch wenig geschickt, wenn McAllister gerade in einer Großbritannien betreffenden politischen Frage den ausschließlich an ihren eigenen Interessen orientierten Engländern so überaus freundlich entgegenkommt.
Wenn bei den Verhandlungen um den Haushalt der EU alle überholten Sonderrechte der Briten auf den Prüfstand kommen sollten, was nach der Positionierung Camerons nahe liegt, wie würde sich McAllister wohl positionieren?