Montag, 30. Januar 2012

„Deutschland profitiert am meisten von der EU und dem Euro“


Dieser Satz wird stereotyp von den Freunden der Griechenland-und Euro-Rettungspolitik wiederholt. Das reicht von Finanzminister Schäuble bis zu zum Teil eher unbedarften TeilnehmerInnen von Talkrunden im deutschen Fernsehen. Noch nie wurde einer der Transporteure dieses fragwürdigen und geradezu ideologischen Stereotyps mit ausschließlich affirmativer Funktion durch Nachfragen gezwungen, den Beweis auch nur im Ansatz anzutreten.

Es würde die Zuschauer sicher interessieren, was dann wirklich kommt. Denn ein solcher Vergleich ist in Wirklichkeit sehr schwierig und erfordert wie jeder System-oder Ländervergleich einen enormen Überblick. Nicht ausgeschlossen, dass Deutschland dann am Schluss nicht ganz schlecht abschneidet.

Wie wäre es aber mit einem Vergleich mit Griechenland, Portugal, Italien, Irland, Spanien oder auch Frankreich. Hier könnten die Wirtschaftsjournalisten der überregionalen Presse richtig zeigen, was sie können.

Dabei aber bitte nicht die 10 Milliarden Euro einfach vergessen, die Deutschland Jährlich in den EU-Haushalt netto einbezahlt, auch wenn das bei den derzeit gehandelten Beträgen fast schon Peanuts sind.

Und die Frage nicht vergessen: Was nützt die Griechenland-und Bankenrettung den deutschen bürgern?