Bundesinnenminister Friedrich (CSU) hat nach Informationen des Nachrichtenmagazin Der Spiegel ,Spiegel online am 25.2.2012, erklärt, Griechenland habe bessere Chancen wettbewerbsfähig zu werden und sich zu regenerieren, wenn es aus dem Euro-Raum austrete: „Ich rede nicht davon, Griechenland rauszuschmeißen, sondern Anreize für einen Austritt zu schaffen, die sie nicht ausschlagen können“
Die CSU hatte mit ihren Rednern auf dem Aschermittwoch in Passau Manfred Weber, Horst Seehofer und Edmund Stoiber sich ausgesprochen positiv zu EU, Deutschlands Führungsaufgabe in der EU und zu Euro und Euro-Rettung geäußert und damit völlig auf ihre bisherige Politik verzichtet, die Euro-Skeptiker und Kritiker einer weiteren politischen Integration in den eigenen Reihen und außerhalb einzubinden und bei der Stange zu halten.
Die CSU-Führung dürfte nach einer Bilanz des Aschermittwoch diesen Bruch mit ihrer bisherigen Politik erkannt und deshalb den Bundesinnenminister veranlasst haben, eine Stellungnahme abzugeben, um die Kritiker der Euro-Rettungspolitik und die Gegner einer weiteren politischen Integration der EU einzubinden.
Am Aschermittwoch 22.2.2012 hatte ich in drei Blogposts auf meinem Webblog "Klartext" auch die Reden der CSU-Granden in Passau knapp dargestellt und sie auch sofort einzuordnen versucht.
Übrigens wird Kennern des Films „Der Pate“ mit Amüsement aufgefallen sein, dass Hans-Peter Friedrich eine Formulierung variiert, die dort immer wieder auftaucht, wenn der Pate einem Mafiosi „ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann“.